Elektroniker EFZ

ElektronikerElektroniker und Elektronikerinnen entwickeln und realisieren in Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten elektronische Schaltungen oder Computerprogramme. Sie wirken mit beim Bearbeiten von Aufträgen oder Projekten, beim Planen und Überwachen von Herstellungsprozessen für Elektronikprodukte und erstellen technische Dokumente wie z. B. Fertigungsunterlagen für Leiterplatten. Sie fertigen elektronische Geräte oder Anlagen, führen Mess- und Prüfarbeiten, Inbetriebsetzungen oder Instandhaltungsarbeiten aus.

 

 

Persönliche Anforderungen
  • Interesse an technischen Zusammenhängen und Elektrotechnik
  • Abstraktes, logisches Denkvermögen
  • Handwerkliches Geschick
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer
  • Exakte und gründliche Arbeitsweise
  • Gute Leistungen in Mathematik und Physik
  • Zuverlässigkeit
  • Teamfähigkeit
Schulische Voraussetzungen   Mittleres oder erweitertes Niveau der Sekundarstufe I
(siehe Berufsprofile www.stellwerk-check.ch)
Dauer der Lehre   4 Jahre
Mit gymnasialer Matura kann eine verkürzte 2-jährige Lehre absolviert werden www.way-up.ch
Praktische Ausbildung   Die praktische Grundausbildung erfolgt in einem Betrieb der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie und wird ergänzt durch überbetriebliche Kurse.
Basisausbildung
(1. und 2. Lehrjahr)
  Mit manuellen Maschinen werden Frontplatten, Gehäuse und andere einfache mechanische Teile gefertigt. Es gilt, Schaltungen und Geräte zu fertigen und in Betrieb zu nehmen. Die Schaltungen werden anschliessend ausgemessen, justiert und angepasst. Ebenfalls ins Ausbildungsprogramm gehört das Vorgehen bei einer Störungsbehebung und die Beschreibung des Fehlverhaltens.
Schwerpunktausbildung
(3. und 4. Lehrjahr)
  In der Schwerpunktausbildung werden bisher erworbene Fertigkeiten und Kenntnisse anhand von produktiven Arbeiten vertieft und gefestigt. Die Wahl der Einsatzgebiete (Handlungskompetenzen) richtet sich nach den Möglichkeiten des Lehrbetriebs und den Neigungen und Fähigkeiten des Lernenden. Die Elektroniker und Elektronikerinnen bauen sich dabei mindestens zwei Handlungskompetenzen auf.


Übersicht der möglichen Einsatzgebiete der Elektroniker und Elektronikerinnen:

  • Projekte planen und überwachen
  • Prototypen entwickeln
  • Leiterplatten entwickeln
  • Testkonzepte erstellen und Tests durchführen
  • Software entwickeln
  • Fertigungsaufträge abwickeln
  • Funktions- und Qualitätskontrollen durchführen
  • Prüfeinrichtungen planen, realisieren und dokumentieren
  • Produktion mikrotechnischer Produkte überwachen
  • Geräte und Anlagen instand halten
  • Ausbildungssequenzen planen, durchführen und auswerten
Theoretische Ausbildung  

Der Unterricht erfolgt in der folgenden Niveaustufe:

  • Niveau E (erweiterte Anforderungen) 2480 Lektionen
    2 Tage pro Woche im 1. und 2. Lehrjahr
    1.5 Tag pro Woche im 3. und 4. Lehrjahr

Unterrichtet werden:

  • Technische Grundlagen
    • Mathematik
    • Informatik
    • Lern- und Arbeitstechnik
    • Physik
  • Technisches Englisch
  • Werkstoff- und Zeichnungstechnik
  • Elektrotechnik
  • Elektronik
  • Hard- und Softwaretechnik
  • Bereichsübergreifende Projekte
  • Allgemeinbildung
  • Sport
Berufsmaturität   Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während oder nach der beruflichen Grundbildung zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besucht werden. Die dort erlangte Berufsmaturität berechtigt zum Zugang an die Fachhochschulen, je nach Studienrichtung prüfungsfrei oder mit Aufnahmeverfahren.
Überbetriebliche Kurse   Während der ersten beiden Lehrjahre besuchen die Lernenden überbetriebliche Kurse, in welchen ihnen die grundlegenden Fertigkeiten vermittelt werden.


Basiskurse

Die Basiskurse werden in den ersten beiden Bildungsjahren durchgeführt. Sie dauern max. 45 Tage zu je 8 Stunden und bestehen aus folgenden Kursen:

  • Fertigungstechnik
  • Schaltungs- und Messtechnik
  • Microcontrollertechnik


Ergänzungskurse

Die Ergänzungskurse werden in der Regel ebenfalls in den ersten beiden Bildungsjahren durchgeführt.

Folgende Ergänzungskurse werden angeboten:

  • Firmenspezifische Technologien und Produktkenntnisse
  • Leiterplattenentwicklung
  • Mikrotechnologie
  • Ausbildungsmethodik
Abschluss   Nach bestandenem Qualifikationsverfahren (Lehrabschlussprüfung):

eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als «Elektroniker EFZ» bzw. «Elektronikerin EFZ»

Schnupperlehre   Sie dient dazu, den Beruf in der alltäglichen Praxis kennen zu lernen. Dabei erhalten die Schnupperlehrlinge einen wirklichkeitsgetreuen Einblick ins Arbeitsumfeld und können besser beurteilen, ob ihre Vorstellungen mit dem tatsächlichen Berufsalltag übereinstimmen. SWISSMECHANIC-Lehrbetriebe in welchen Sie Schnupperlehren absolvieren könnten finden Sie unter:


 Lehrstellenverzeichnis der Schweiz

Weitere Informationen zur Berufswahl und offene Lehrstellen finden Sie unter:
www.berufsberatung.ch

Weiterbildungsmöglichkeiten  

Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie ist vielseitig und global ausgerichtet. Eine Grundbildung als Elektroniker oder Elektronikerin eröffnet viele Einsatzmöglichkeiten im In- und auch im Ausland. Das folgende Schema vermittelt einen Überblick über die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten und gibt Beispiele von Abschlüssen auf verschiedenen Stufen.


zurück zur Übersicht