ElektronikerIn


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Informationen rund um das Berufbild Elektroniker / Elektronikerin

Elektroniker/inElektroniker und Elektronikerinnen entwickeln und realisieren in Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten elektronische Schaltungen oder Computerprogramme. Sie wirken mit beim Bearbeiten von Aufträgen oder Projekten, beim Planen und Überwachen von Herstellungsprozessen für Elektronikprodukte und erstellen technische Dokumente wie z. B. Fertigungsunterlagen für Leiterplatten. Sie fertigen elektronische Geräte oder Anlagen, führen Mess- und Prüfarbeiten, Inbetriebsetzungen oder Instandhaltungsarbeiten aus.

Voraussetzungen

Für eine Elektronikerlehre eignen sich Jugendliche mit sehr gutem abstrakten Denkvermögen und Sinn für technische Zusammenhänge. Gute Leistungen in Mathematik und Physik sind nötig. Selbstverständlich ist diese Berufslehre auch für Frauen geeignet.

Lehrdauer 4 Jahre

Betriebliche Ausbildung

Dreistufige modulare Grundausbildung in der ersten Lehrhälfte. Die obligatorische Grundstufe umfasst die Fertigungstechnik, die Schalt- und Messtechnik sowie die Mikrocomputertechnik.

Schwerpunktausbildung in betrieblichen Tätigkeitsgebieten in der zweiten Lehrhälfte wie Projektierung und Projektbearbeitung, Forschung und Entwicklung, Softwareentwicklung, Leiterplattenentwicklung, Produktionsunterstützung, Elektronikfertigung, Mess- und Prüftechnik, Inbetriebsetzung, Installation.

Während der gesamten Ausbildung intensive individuelle Förderung berufsübergreifender Fähigkeiten wie Firmenbezug, Lernfähigkeit, Arbeitsmethodik, Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Selbständigkeit, Qualitätsorientierung, Effizienz, Teamfähigkeit, Kreativität, Flexibilität, Umgang mit Wandel.

Berufsschule

Der Unterricht erfolgt in zwei Niveaustufen:

  • Niveau G (grundlegende Anforderungen) 1960 Lektionen
    2 Tage pro Woche im 1. Lehrjahr
    1.5 Tag pro Woche ab 2. Lehrjahr
    1 Tag pro Woche im 3. und 4. Lehrjahr
  • Niveau E (erweiterte Anforderungen) 2440 Lektionen
    2 Tage pro Woche im 1. und 2. Lehrjahr
    1.5 Tag pro Woche im 3. und 4. Lehrjahr

Je nach individueller Leistung des Lehrlings ist ein Niveauwechsel möglich. Ein Aufstieg von Niveau G zu E ist primär während den ersten beiden Semestern möglich.

Fächer:

  • Allgemeinbildender Unterricht , Sprache und Kommunikation
  • Allgemeinbildender Unterricht, Gesellschaft
  • Mathematik, Informatik, Lern- und Arbeitsmethodik
  • Physik, Chemie
  • Technisches Englisch
  • Werkstoff- und Zeichnungstechnik
  • Elektrotechnik
  • Elektronik
  • Digital- und Datentechnik
  • Offener Bereich (abgestimmte Festlegung durch einzelne Berufsschule)

Begabten Lehrlingen wird zusätzlich zum Pflichtunterricht der Besuch der Berufsmittelschule empfohlen. Die technische Berufsmaturität berechtigt zum Prüfungsfreien Übertritt an die Fachhochschule.

Weiterbildungs-
möglichkeiten
  • Höhere Fachprüfungen z.B. Betriebsfachmann, Computerfachmann
  • Techniker HF (ehemals Techniker TS)
  • Ingenieur FH (ehemals HTL)

Aufstiegs-
möglichkeiten
  • Fachspezialist
  • Gruppen-, Abteilungs-, Betriebs-, Geschäftsleiter
  • Sprungbrett für attraktive Zweitberufe wie technischer Kaufmann, diverse Informatikberufe, Berufsschullehrer, Pilot usw.