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SWISSMECHANIC IST DER FÜHRENDE ARBEITGEBERVERBAND DER KMU IN DER MEM-BRANCHE.

Swissmechanic ist ein Arbeitgeber-, Fach- und Berufsverband der mittelständischen Unternehmer in der Maschinen-, Elektro- und Metallbranche mit Sitz in Weinfelden TG. Angeschlossen sind die mechanisch-technischen und elektrotechnischen-elektronischen Berufsgruppen sowie Branchen- und Fachorganisationen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein (wie zum Beispiel das Forum Blech).
Schwerpunktmässig richtet sich die Verbandspolitik nach den Bedürfnissen der Klein- und Mittelbetriebe (KMU-Betriebe), seien dies Zulieferer, Hersteller eigener Produkte oder Dienstleister. Auch beim Verband als Mitglied organisiert ist das Forum Blech. Der Verband wurde am 17. Juni 1939 auf dem Gelände der Landesausstellung in Zürich gegründet.

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Coronavirus --- Wichtige Informationen

+++ Betriebs- und arbeitsrechtliche Fragen +++ Informationen +++ Prävention +++

Das Coronavirus breitet sich weltweit aus. Auch die Schweiz ist stark betroffen; der Bundesrat hat am 16. März den Notstand erklärt. Die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft sind enorm. Das BAG hat eine 24-Stunden-Infoline unter der Nummer +41 58 463 00 00 eingerichtet.

Für Fragen: info@swissmechanic.ch oder 071 626 28 00

Inhaltsverzeichnis (Die Informationen werden regelmässig aktualisiert.)

Wichtige Swissmechanic Newsletter zur Corona-Krise


Das muss ich wissen

Wo kann ich mich über den aktuellen Stand der Dinge informieren?
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) informiert auf seiner Website fortlaufend über die aktuelle Situation – international und in der Schweiz – und hat eine Hotline eingerichtet.

Wie kann ich im Falle einer Pandemie den Betrieb aufrechterhalten und meine Mitarbeitenden schützen?
Konsultieren Sie den Pandemieplan des BAG. Darin werden Massnahmen beschrieben, um im Pandemiefall die Mitarbeitenden vor Ansteckungen zu schützen und die Kernfunktionen des Unternehmens sicherzustellen.

Wo finde ich weitergehende Informationen, die für mich als Arbeitgeber nützlich sind?
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat ein FAQ zum Thema „Pandemie und Betriebe“ veröffentlicht, welches die wichtigsten Fragen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer abdeckt.

Was muss ich im Falle des Eintritts einer Pandemie grundsätzlich beachten?
Zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bestehen erhöhte, gegenseitige Informations-, Treue- und Fürsorgepflichten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten (z.B. Information über Krankheitsausbrüche, über Fernbleiben vom Arbeitsplatz). Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Sie am Arbeitsplatz zu schützen, Sie sind verpflichtet, sich an die entsprechenden Anweisungen und geänderten Regelungen der Arbeitsorganisation zu halten.

 

Kurzarbeit

Die Aufrechterhaltung meines Betriebs ist wegen Ausbruchs der Pandemie nicht mehr möglich [Zusammenspielen verschiedener Faktoren: bspw. Erkrankung der Arbeitnehmenden, Fernbleiben vom Arbeitsort, Ausbleiben der Lieferanten, Kundschaft,…]. Ich schliesse meinen Betrieb vorübergehend. Kann ich für meine Mitarbeitenden Kurzarbeitsentschädigung geltend machen?
Ja. Ausgenommen sind Personen, die aufgrund ihrer persönlichen Verhältnisse der Arbeitsstelle fern bleiben (Erkrankung, Familienpflichten, Angst).

Meine Mitarbeitenden können ihre Arbeit nicht ausführen, weil die für den Betrieb notwendigen Roh-/Betriebsstoffe infolge Lieferschwierigkeiten nicht verfügbar sind. Kann ich für meine Mitarbeitenden Kurzarbeitsentschädigung geltend machen?
Ja, die Lieferschwierigkeiten sind ein vom Arbeitgeber nicht zu vertretender Umstand.

Meine Mitarbeitenden können ihre Arbeit nicht ausführen, weil die für den Betrieb notwendigen Roh-/Betriebsstoffe infolge Einfuhr-/Ausfuhrverbot nicht verfügbar sind. Kann ich für meine Mitarbeitenden Kurzarbeitsentschädigung geltend machen?
Ja, der Arbeitsausfall ist auf eine behördliche Massnahme zurück zu führen.

Kann ich Kurzarbeitsentschädigung geltend machen für Mitarbeitende, die aus Angst vor Ansteckung zu Hause bleiben?
Nein, die Verhinderung der/des Mitarbeitenden an der Erbringung der Arbeitsleistung ist von der/vom Mitarbeitenden zu verantworten.

Kann ich bei einer behördlich angeordneten Betriebsschliessung oder aus anderen Umständen, die nicht vom Arbeitgeber zu vertreten sind, für meine Mitarbeitenden eine Kurzarbeitsentschädigung geltend machen?
Gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ist Kurzarbeitsentschädigung aufgrund der Corona-Krise möglich. Das Ziel ist der Erhalt von Arbeitsplätzen. Der generelle Verweis auf das Coronavirus reicht aber nicht aus, um eine Entschädigung zu erhalten. Der Arbeitsausfall muss adäquat begründet werden können.

Meine Mitarbeitenden können ihre Arbeitszeit nicht einhalten, weil Transportbeschränkungen den Zugang zum Arbeitsort erschweren. Kann ich für meine Mitarbeitenden Kurzarbeitsentschädigung geltend machen?
Ja, die Transportbeschränkungen sind ein Umstand, der nicht vom Arbeitgeber zu vertreten ist.

Meine Mitarbeitenden können ihre Arbeit nicht ausführen, weil ein Betriebsverbot erlassen worden ist. Mein Betrieb hat die Schliessung nicht selbst verschuldet. Kann ich für meine Mitarbeitenden Kurzarbeitsentschädigung geltend machen?
Ja, der Arbeitsausfall ist auf eine behördlich angeordnete Massnahme zurück zu führen.

 

Seit 23.03.2020 gilt weiter:

  • Die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit (KAE) wird aufgehoben.
  • Die bereits gesenkte Karenzfrist (Wartefrist) wird aufgehoben; es gibt keine Karenzfrist mehr. Die Beteiligung der Arbeitgeber an den Arbeitsausfällen entfällt damit.
  • Kurzarbeit auch für KMU-Unternehmer und Einzelunternehmen.
  • Kurzarbeit auch für Lernende, Stundenlöhner, befristet angestellte Personen und Angestellte im Dienste einer Temporärorganisation.
  • Kurzarbeit für Selbständige
  • Kurzarbeit für arbeitgeberähnliche Angestellte, d.h. Selbstständige, die gegen Entlohnung im Betrieb arbeiten. Personen, die im Betrieb des Ehegatten bzw. des Partners mitarbeiten. Sie profitieren von einer Pauschal-Entschädigung von  3'320 Fr. für eine Vollzeitstelle.
  • Neu müssen Arbeitnehmer nicht mehr zuerst Überstunden abbauen, bevor sie von Kurzarbeitsentschädigung profitieren können.
  • Es gibt auch in der Abwicklung der Gesuche sowie der Zahlungen von Kurzarbeitsentschädigung dringliche Vereinfachungen. Damit wird beispielsweise eine Bevorschussung von fälligen Lohnzahlungen via KAE möglich.

 

Adressen für Kurzarbeitsentschädigung

Zuständig sind die Kantonalen Amtsstellen und die Arbeitslosenversicherungen.

 

Leitfaden und Kurzarbeitsformulare infolge Pandemie Covid-19

  Leitfaden zur Abrechnung der Kurzarbeit  
Tabelle AVIG-Praxis KAE/E11-E11
AVIG-Praxis_KAE Leitfaden

Lohnabrechnung Berechnungsbeispiel Kurzarbeit
Tabelle Zuschlag Ferien und Ferienanspruch
Umrechnung Monats - Stundenlohn

 

Die Formulare 1 bis 2 sind für die Kurzarbeitsentschädigung im Zusammenhang mit dem Coronavirus zentral:

1_Voranmeldung von Kurzarbeit COVID-19 d-f-i 

2_KAE Antrag und Abrechnung COVID-19 d-f-i

 

Selbständigerwerbende

Das Prinzip: Der Bund zahlt Erwerbsausfallentschädigung für Selbständigerwerbende.

  • Selbständigerwerbende, die ihr Geschäft Coronavirus-bedingt schliessen müssen, werden mit Taggeldern entschädigt.
  • Selbständige, die in Quarantäne müssen oder Kinder wegen Schulschliessungen betreuen müssen, erhalten Taggelder: 80 % des Erwerbsausfalls, max. 196 Franken pro Tag.
  • Die Zahl der Taggelder ist auf zehn (Quarantäne) bzw. auf 30 (Betreuungsaufgaben) beschränkt.

Formular und Merkblätter 
 

Überbrückungskredite

Kredite bis Fr. 500'000.- (COVID-19-Kredit)

  • Kredite bis Fr. 500'000.-  sofort verfügbar zu  0% Zins, keine Gebühren, vom Bund vollumfänglich garantiert    
  • bis zu 10% des Umsatzes    
  • Laufzeit 5 Jahre, in speziellen Fällen mit Verlängerung auf 7 Jahre

Prozess für diesen Kredit:         

  • Gehen Sie auf covid19.easygov.swiss oder direkt Formular Kreditvereinbarung    
  • Laden Sie auf dem bereitgestellten Link die Vereinbarung für Ihren Kredit herunter, füllen Sie alle verlangten Felder aus und drucken Sie das PDF aus.
  • Unterschreiben Sie die Vereinbarung.
  • Scannen Sie die Vereinbarung ein und verschicken Sie diese per E-Mail oder per Briefpost an die Bank.
  • Die Bank prüft die Vereinbarung. Ist diese komplett, wird Ihnen das Geld direkt von der Bank ausbezahlt.
  • Gesuche können ab Donnerstag, 26.03.2020, 8.00 Uhr gestellt werden.

Übersichtsgrafik zum Prozess

Wir empfehlen, sich so schnell wie möglich zu registrieren und den Kredit so schnell wie möglich zu beantragen.

 

Kredite zwischen Fr. 500'000.- und Fr. 20 Mio. (COVID-19-Kredit Plus)

  • bis zu 10% des Umsatzes, max. Fr. 20 Mio.
  • vom Bund zu 85% garantiert
  • Vorausgesetzt ist eine vorgängige Prüfung des Antrags durch die Bank
  • Zins 0.5 %
  • Laufzeit 5 Jahre, in speziellen Fällen mit Verlängerung auf 7 Jahre

Wichtiger Hinweis: Sie müssen zuerst eine Vereinbarung für den  COVID-19-Kredit (siehe oben) einreichen, bevor Sie den Antrag für einen  COVID-19-Kredit Plus über Fr. 500’000.- stellen können.

Prozess für diesen Kredit:    

  • Gehen Sie auf covid19.easygov.swiss oder direkt Formular Kredit Plus
  • Laden Sie auf dem bereitgestellten Link den Antrag für Ihren Kredit herunter,  füllen Sie alle verlangten Felder aus und drucken Sie das PDF aus.
  • Unterschreiben Sie den Antrag
  • Scannen Sie den Antrag ein und verschicken Sie diesen per E-Mail oder per Briefpost an die Bank.
  • Die Vollständigkeit des Antrages wird durch die Bank geprüft und an die Bürgschaftsorganisation weitergeleitet.
  • Nach Freigabe des Antrages durch die Bürgschaftsorganisation wird das Geld von der Bank ausbezahlt.
  • Gesuche können ab Donnerstag, 26.03.2020, 8.00 Uhr gestellt werden.

Übersichtsgrafik zum Prozess

 

Sozialversicherungen

  • Zinsloser Zahlungunsaufschub für Beiträge der Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV)
  • Bei Lohnsenkungen kann eine Firma die Höhe ihrer Akontozahlungen anpassen;
  • Das gilt auch für Selbständigerwerbende, deren Umsätze eingebrochen sind.
  • Zuständig für Aufschübe: AHV-Ausgleichskassen der Kantone.

 

Zahlungsfristen für Steuern und Lenkungsabgaben

Das Prinzip: Der Bund will Zahlungsfristen für diverse Steuern und Lenkungsabgaben erstrecken.

  • Unternehmen können ihre Zahlungsfristen erstrecken ohne Verzugszins. Die Regelung gilt bis Ende Jahr 2020.
  • Das gilt für direkte Bundessteuern, Mehrwertsteuern, Zölle und Lenkungsabgaben.
  • Vom 19. März bis und mit 4. April 2020 dürfen Schuldnerinnen und  Schuldner in der ganzen Schweiz nicht betrieben werden. Es gilt ein Rechtsstillstand im Betreibungswesen.

 

Lohnfortzahlung

Dürfen Arbeitnehmer aus Angst vor einer Ansteckung der Arbeit fernbleiben?
Nein. Ohne behördliche Anweisung gilt das Fernbleiben von der Arbeit als unentschuldigte Absenz. Der Arbeitnehmer hat in diesem Fall keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung und riskiert eventuell eine fristlose Kündigung.

Kann ein Arbeitnehmer zuhause bleiben, wenn er aus Angst vor einer Ansteckung seine Kinder nicht mehr in die Schule schicken will?
Nein. Auch in diesem Fall gilt das Fernbleiben von der Arbeit als unentschuldigte Absenz.

Auf behördliche Anordnung werden Schulen geschlossen. Einer meiner Mitarbeiter kann keine alternative Betreuung sicherstellen und bleibt zuhause. Bin ich zur Lohnfortzahlung verpflichtet?
Ja, in der Regel max. 3 Tage. Der Arbeitnehmer ist unverschuldet an der Arbeitsleistung verhindert. Er hat die gesetzliche Pflicht, sich um seine Kinder zu kümmern, muss jedoch rasch möglichst eine alternative Betreuung organisieren.

Einer meiner Mitarbeiter war in seinen Ferien in China und kann nicht mehr ausreisen. Trifft mich als Arbeitgeber eine Lohnfortzahlungspflicht?
Nein. Es handelt sich hierbei nicht um eine Verhinderung, die in der Person des Arbeitnehmers liegt. Es steht dem Arbeitnehmer frei, den Lohnausfall durch Ferien oder Überstunden zu kompensieren, ansonsten ist die Absenz unbezahlt.

Einer meiner Mitarbeiter war in China auf einer Geschäftsreise und kann nicht mehr ausreisen. Trifft mich als Arbeitgeber eine Lohnfortzahlungspflicht?
Es handelt sich zwar auch hier um eine Verhinderung, die nicht in der Person des Arbeitnehmers liegt. Allerdings fällt die Verhinderung in die Risikosphäre des Arbeitgebers. Er ist zur Lohnfortzahlung verpflichtet.

Bin ich zur Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn ich den Betrieb oder Betriebsteile aus eigenem Anlass schliesse?
Ja. Der Arbeitnehmer ist nicht zur Nachleistung von Arbeitszeit verpflichtet. Hingegen muss er sich als Lohn anrechnen lassen, was er wegen der Arbeitsverhinderung erspart oder durch anderweitige Arbeit erworben hat.

Was gilt, wenn ich den Betrieb auf behördliche Anordnung schliessen muss?
Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Allerdings können Sie aufgrund der Treuepflicht unter Umständen ausnahmsweise verpflichtet werden, die ausgefallenen Arbeitszeiten ohne zusätzliche Entschädigung nachzuholen.

Erhalte ich eine Entschädigung für die dadurch entstehenden Betriebsausfälle?
Grundsätzlich nein. Zu prüfen ist, ob allenfalls eine Betriebsausfallversicherung Leistungen erbringt.

Was gilt, wenn einer meiner Mitarbeiter hier unter Quarantäne steht und nicht zur Arbeit erscheinen kann?
Wenn die Quarantäne behördlich angeordnet ist, ist der Arbeitnehmer unverschuldet an der Arbeit verhindert und hat Anspruch auf Lohn.

 

Weisungsrecht

Kann ich meinen Mitarbeitern eine private Reise in ein Risikoland verbieten?
Solange die Behörden nicht von einer Reise in ein bestimmtes Land abraten, kann der Arbeitgeber die Reise nicht verbieten. Falls der Arbeitnehmer dem Wunsch des Arbeitgebers folgt, muss letzterer die Stornierungskosten übernehmen.

Kann der Arbeitnehmer eine Geschäftsreise in ein Risikoland verweigern?
Sofern die Behörden von einer Reise in die entsprechende Region abraten, kann eine solche Reise verweigert werden.

Kann ich meine Mitarbeiter zu einer Impfung zwingen? 
Aktuell scheint noch kein Impfstoff gegen das Coronavirus vorhanden zu sein. Selbst wenn das so wäre, dürfte eine vom Arbeitgeber angeordnete Zwangsimpfung nicht durchsetzbar sein.

Kann ich im Pandemiefall kurzfristig Betriebsferien anordnen? 
Nein. Es trifft zwar zu, dass der Arbeitgeber den Zeitpunkt der Ferien festlegt. Er hat dabei jedoch die Interessen des Arbeitnehmers zu berücksichtigen. Eine einseitige Anordnung des Ferienbezugs durch den Arbeitgeber setzt einen gewissen zeitlichen Vorlauf voraus.

Kann ich im Pandemiefall kurzfristig ein Ferienverbot beschliessen?
Ja. Der Arbeitgeber bestimmt den Zeitpunkt der Ferien. Eine Verschiebung von bereits vereinbarten Ferien muss der Arbeitnehmer nur aus dringlichem und unvorhergesehenem betrieblichen Bedürfnis akzeptieren.

Kann ich im Pandemiefall Homeoffice anordnen? 
Ja, sofern es möglich ist, kann der Arbeitnehmer verpflichtet werden seine Arbeitstätigkeit ganz oder teilweise von Zuhause aus vorzunehmen. Die daraus entstehenden Auslagen sind vom Arbeitgeber zu tragen.

Kann ich meinen Mitarbeitern für den Arbeitsweg die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel verbieten? 
Nein. Ein entsprechender Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter ist ohne behördliche Anweisung nicht statthaft.

Was ist aus Sicht des Arbeitsgesetzes (ArG) betreffend wöchentliche Höchstarbeitszeiten zu beachten?
Muss ein Betrieb die Bestimmungen des ArG betr. Arbeitszeiten einhalten, sind wöchentliche Höchstarbeitszeiten zu beachten. Für Arbeitnehmer in industriellen Betrieben sowie für Büropersonal, technische und andere Angestellte, mit Einschluss des Verkaufspersonals in Grossbetrieben des Detailhandels beträgt diese 45 Stunden, für die übrigen Arbeitnehmer 50 Stunden (Art. 9 ArG). Für Betriebe mit 45-Std.-Woche kann die wöchentliche Arbeitszeit, z.B. zur Kompensation für ausgefallene Mitarbeiter, um 2 (4) Stunden verlängert werden, wenn die 45-Stunden-Woche im Durchschnitt von 8 (4) Wochen nicht überschritten wird und im Durchschnitt eines Kalenderjahres die 5-Tage-Woche sichergestellt ist.

Möglich ist ausserdem die Anordnung von Überzeit (Art. 12 ArG). Überzeit ist die Arbeitszeit, die über die gesetzlich erlaubte wöchentliche Höchstarbeitszeit hinaus geleistet wird. Überzeit ist von Mo bis Sa zwischen 6 und 23 Uhr möglich. Zu beachten ist, dass die tägliche Höchstarbeitszeit des einzelnen Arbeitnehmers mit Einschluss der Pausen und der Überzeit innerhalb von 14 Stunden liegen muss (Art. 10 Abs. 3 ArG). Bei einer 45-Stunden-Woche dürfen 170 Stunden Überzeit pro Kalenderjahr nicht überschritten werden (bei einer 50- Stunden-Woche 140 Stunden). Der Ausgleich der Überzeit hat i. d. R. innert 14 Wochen stattzufinden. Arbeitnehmer mit Familienpflichten dürfen nur mit ihrem Einverständnis zu Überzeitarbeit herangezogen werden (Art. 36, Abs. 2 ArG).

Kann mich im Pandemiefall der Arbeitgebende verpflichten, Überstunden leisten zu müssen?
Der Arbeitnehmer kann gestützt auf Art. 321c Abs. 1 OR verpflichtet werden, mehr zu arbeiten, als in seinem Arbeitsvertrag vorgesehen ist, wenn dies durch die Umstände gerechtfertigt ist. Im Falle einer Pandemie, die zum Ausfall vieler Arbeitskräfte führt, ist es gerechtfertigt, dass die Arbeitnehmer Überstunden leisten. Ihre persönliche Situation ist dabei aber zu berücksichtigen, insbesondere ihre Familienpflichten.

Unsere Firma pflegt ein Jahresarbeitszeitmodell und lässt den Mitarbeitenden grosse Freiheit in der Gestaltung der individuellen Arbeitszeit. Kann im Pandemiefall den Mitarbeitenden befohlen werden, entsprechende Überstunden zu kompensieren?
Nein, grundsätzlich kann ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmenden nicht zwingen, Überstunden zu kompensieren. Die Kompensation von Überstunden durch Freizeit setzt die Zustimmung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer voraus. Dabei müssen sie sich über den Grundsatz der Kompensation, über den genauen Zeitpunkt und deren Dauer einigen. Die Einwilligung des Arbeitnehmers ist durch den Arbeitgeber zu beweisen. Wurde allerdings dem Arbeitgeber vertraglich das Recht eingeräumt, die Kompensation einseitig anzuordnen, ist dies zulässig.

Unsere Firma pflegt ein Jahresarbeitszeitmodell und lässt den Mitarbeitenden grosse Freiheit in der Gestaltung der individuellen Arbeitszeit. Kann im Pandemiefall den Mitarbeitenden befohlen werden, unbezahlten Urlaub zu beziehen?
Nein, es ist nicht zulässig, Arbeitnehmende zu einem unbezahlten Urlaub zu zwingen. Kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmenden keine oder nicht genügend Arbeit anbieten, gerät er in Annahmeverzug und ist zur Lohnfortzahlung verpflichtet. Der Arbeitnehmer muss sich aber auf den Lohn anrechnen lassen, was er wegen Verhinderung an der Arbeitsleistung erspart oder durch anderweitige Arbeit erworben oder zu erwerben absichtlich unterlassen hat.

 

Bürgschaftsgesuche

In der Schweiz gibt es drei anerkannte regionale Bürgschaftsorganisationen sowie eine national anerkannte Bürgschaftsorganisation für Frauen:

Diese Organisationen bürgen für rückzahlbare Kredite in der Höhe von bis zu 1 Million Franken. Alle Branchen ausserhalb der Landwirtschaft sowie Unternehmen unterschiedlicher Grösse sind berechtigt, Gesuche einzureichen.

Bürgschaftsgesuche sind direkt an die zuständigen Bürgschaftsorganisationen zu richten. Die Kontaktaufnahme mit den Bürgschaftsorganisationen kann über die Webseite der jeweiligen Bürgschaftsorganisation, EasyGov.swiss oder via KMU-Bürgschaften.ch erfolgen.

Einzureichende Unterlagen und Ablauf Corona-bedingter Finanzierungen

- Antragsformular BG Mitte

- Antragsformular BG OST-SÜD

- Antragsformular Bürgschaftsgenossenschaft SAFFA

- Antragsformular Cautionnement romand DE

- Antragsformular Cautionnement romand FR

 

Empfehlungen zur Prävention

Plakat «So schützen wir uns»

 

Link-Sammlung

Aktuelle Information zum Thema «Arbeitsausfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus»

Global: Informationen der WHO zum Coronavirus (2019-nCoV)


Quellen: Swissmechanic, SECO, BAG, Centre Patronal

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