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Weiter so, Herr Jordan!

Swissmechanic Reaktion auf Weltwoche-Titelgeschichte

Medienmitteilung

Weinfelden, 9. Dezember 2019
 

Reaktion von Swissmechanic auf die Weltwoche-Titelgeschichte «Der talentierte Herr Jordan» vom 05.12.2019

Herr Jordan: Machen Sie weiterhin einen guten Job!

Der starke Frankenkurs schmerzt unsere Wirtschaft extrem und drückt auf die Margen. Trotzdem ist Swissmechanic Schweiz dezidiert der Meinung, dass die Nationalbank das Richtige macht.

Seit 2008, dem Beginn der globalen Banken- und Finanzkrise und den darauffolgenden Krisen, wertet der Franken gegenüber den wichtigsten Währungen dramatisch auf. Der von der SNB festgezurrte Mindestkurs bei CHF 1.20 zum Euro wurde am 15. Januar 2015 durch die Nationalbank aufgehoben.

Offen gesagt, die Mitglieder von Swissmechanic Schweiz waren in Rage! Auf einen Schlag brachen alle Grundlagen weg, die auf einem Mindestkurs von CHF 1.20 basierten. Die KMU der MEM-Branche hatten auf diese Basis gezählt, die aus damaliger Sicht zumindest für Planungssicherheit sorgte. Zentrale Grundlagen laufender Verträge lösten sich nun in Luft auf. Die MEM-Branche sah sich einmal mehr vor enorme Herausforderungen gestellt.

Ein harter Schlag
Der damalige Frankenschock war nicht nur für die einzelnen KMU der MEM-Industrie ein harter Schlag; er war eine ernste Bedrohung für den Werkplatz Schweiz und die kleinen  und mittleren Unternehmen, die sich in alle Landesteile der Schweiz verteilen. Einmal mehr wurde klar: Die Wertschöpfung unseres Landes wird stark durch wirtschaftliches Schaffen in der Industrie in den verschiedensten Regionen der Schweiz erarbeitet und nicht nur auf ein paar wenigen Quadratmetern rund um den Zürcher Paradeplatz.

Dramatische Folgen
In den letzten zehn Jahren hat der Produktionswerkplatz Schweiz als Folge der Aufwertung des Schweizerfrankens über 100‘000 Arbeitsplätze verloren. Die KMU-Unternehmerinnen und -Unternehmer, die noch hier sind, haben jedoch die Herausforderungen auch nach dem Währungsschock 2015 wieder angenommen. Sie sind weitgehend damit zurechtgekommen. Sie konnten zwischen 2015 und 2018 ein gutes Wirtschaftswachstum verzeichnen – allerdings mit starkem Margendruck. Nach der positiven Entwicklung der letzten Jahre verliert die Schweizer MEM-Industrie im laufenden Jahr an Schub. Laut dem Swissmechanic Wirtschaftsbarometer schätzen über 70% der MEM-Unternehmen die aktuelle Lage als angespannt ein. Es hat dieses Jahr kontinuierlich weniger Aufträge gegeben. Trotzdem sind die befragten Unternehmen der Meinung, dass im nächsten Jahr mit einer leichten Erholung der globalen Investitionstätigkeit zu rechnen ist.

Dank der klar kommunizierten und steten Geldpolitik der Nationalbank unter der Führung von Thomas Jordan ist für die MEM-Branche an der Währungsfront zumindest Ruhe eingekehrt. Die Branche hat eine solide Grundlage für eine effiziente Planung.

Swissmechanic unterstützt den Weg der SNB
Machen wir uns nichts vor: Der starke Frankenkurs schmerzt unsere Wirtschaft extrem und drückt auf die Margen, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen stark und ungerechtfertigt verschlechtert. Trotzdem ist Swissmechanic Schweiz dezidiert der Meinung, dass die Nationalbank das Richtige macht, indem sie weiterhin einen geldpolitischen Kurs fährt, der den Schweizer Franken nicht noch stärker werden lässt. So gesehen erfüllt die SNB in einem enorm schwierigen währungspolitischen Umfeld nicht nur ihren Auftrag, sondern macht einen sehr guten Job für unsere Unternehmen.

Sollte es zu einem Anstieg der Zinsen kommen, hätte die damit zusammenhängende Aufwertung des Frankens fatale Konsequenzen für den Standort Schweiz. Es würde noch mehr substanzielles Know-how verloren gehen, Arbeitsplätze für alle Qualifikationen, nicht nur der MEM-Branche, gingen verloren, regionale Wirtschaftsstandorte würden weiter ausgedünnt und die Innovationskraft weit über die Branche hinaus würde wegbrechen.

Wir alle wissen: Einmal verlorenes Know-how zurückzugewinnen, ist ein steiniger Weg. Know-how kann nicht auf Knopfdruck wiederhergestellt werden. Was an Fachkompetenz verloren ist, ist definitiv verloren.

Wir unterstützen den Weg, den die Nationalbank eingeschlagen hat. Er ermöglicht der Wirtschaft, auf einer soliden Grundlage agieren zu können.

Deshalb ganz klar: Weiter so, Herr Jordan!


Für weitere Auskünfte:

Roland Goethe, Präsident SWISSMECHANIC
roland.goethe@goethe.swiss, +41 55 646 80 78

Dr. Jürg Marti, Direktor SWISSMECHANIC
j.marti@swissmechanic.ch,     +41 71 626 28 00


Schweizerische-Nationalbank.pdf

 

 

 

 

 

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